Ein Jahr Praxis Dr. Michaela Kos

Am 1. April 2025 hat Dr. Michaela Kos die gefäßchirurgische Praxis an der Bogenstraße übernommen. Ein Jahr später blickt sie auf eine intensive, bewegte und sehr schöne Anfangszeit zurück. „Ehrlich gesagt war ich fast überrascht, wie schnell dieses erste Jahr vergangen ist“, sagt sie. „Viele Dinge waren für mich neu – gerade nach der Zeit im Krankenhaus. Und plötzlich schaut man auf den Kalender und denkt: Jetzt ist schon ein Jahr vorbei.“ Ein Phänomen, das viele kennen: Ist der Alltag voll, verrint die Zeit.

Und in diesen zwölf Monaten hat Dr. Kos wirklich viel angestoßen: Sie hat Räume verändert, Abläufe neu gedacht und neue Technik installiert. Besonders freut sie sich darüber, dass die Praxis weiter gewachsen ist. „Es war ein schönes Gefühl zu sehen, dass wir so viel Patientenzulauf haben, dass wir mit zwei Ärzten arbeiten, parallel zum OP Sprechstunden anbieten und dafür auch neue Mitarbeiterinnen einstellen konnten.“

Auch der gemeinsame Rückblick mit dem Team zum Jahresende war für sie ein besonderer Moment. „Im Alltag geht vieles schnell. Umso wertvoller ist es, einmal innezuhalten, zusammenzusitzen und zu sehen, was wir gemeinsam geschafft haben.“

Natürlich: Der Wechsel aus der Klinik in die eigene Praxis hat ihr berufliches wie privates Leben verändert. Größere Operationen aus dem Krankenhaus vermisst sie manchmal, sagt sie ganz offen. Bereut hat sie den Schritt jedoch nie. „Nein, ich habe nie gedacht: Hättest du das mal nicht gemacht. Es ist schon toll in der eigenen Praxis.“ Dazu gehört für sie auch mehr Selbstbestimmung im Alltag und ein ruhigerer Schlaf ohne ständige Bereitschaft. „Ja, man schläft anders, wenn nicht permanent das Handy neben einem liegt.“

Besonders wichtig bleibt ihr der persönliche Umgang mit den Patientinnen und Patienten. Viele kommen seit Jahren in die Praxis, manche weiterhin zu Dr. Teutrine, andere gehen inzwischen zu ihr. „Das berücksichtigen wir selbstverständlich. Wenn Patientinnen und Patienten sagen, zu wem sie möchten, planen wir das entsprechend ein.“

Immer wieder berühren Dr. Kos die Rückmeldungen aus dem Praxisalltag. „Wenn sich Patientinnen und Patienten dafür bedanken, dass ich ihnen medizinische Details erkläre und freundlich mit ihnen spreche, denke ich oft: Ich bin einfach so, wie ich bin.“ Gleichzeitig empfindet sie solche Worte als großes Kompliment – auch für das gesamte Team. „Ich gebe solche Rückmeldungen immer gerne weiter. Wenn jemand sagt, wir hätten ein nettes Team oder eine schöne Praxis, dann ist das gerade im Alltagsstress Balsam für die Seele.“

Und so bleibt nach dem ersten Jahr für Dr. Kos vor allem ein Gefühl der Dankbarkeit. Für ein Team, das mitzieht. Für Patientinnen und Patienten, die Vertrauen schenken. Und für einen Praxisalltag, der jeden Tag neu zeigt, wie wichtig gute Medizin, klare Worte und ein freundlicher Umgang miteinander sind.