In der Gefäßchirurgischen Praxis Dr. Michaela Kos werden ambulante Krampfader-Operationen ab sofort mit einem neuen Anästhesie-Team durchgeführt. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Die Narkose bleibt ein fachärztlich betreuter Teil des Eingriffs – eng abgestimmt mit dem OP-Team der Praxis.
Das neue Team besteht aus Dr. med. Marc Caspary und Dr. med. Simon Sipilä. Beide kennen sich seit rund zehn Jahren, haben gemeinsam an der Uniklinik und später in einem ambulanten OP-Zentrum gearbeitet. Seit dem 1. April führen sie ihre anästhesiologische Tätigkeit in eigener Struktur weiter. „Wir kennen die Abläufe in der ambulanten Versorgung sehr gut und wissen, worauf es gerade bei planbaren Eingriffen in der Praxis ankommt“, erklärt der Facharzt für Anästhesie Dr. Simon Sipilä.
Vor der Operation nehmen die Anästhesisten telefonisch Kontakt zu den Patientinnen und Patienten auf, besprechen Vorerkrankungen, Medikamente und mögliche Vorbefunde. Am OP-Tag folgt ein weiteres persönliches Gespräch vor Ort. Bei den Krampfader-Operationen kommt dann in der Regel eine Vollnarkose zum Einsatz, eine sogenannte TIVA – eine totale intravenöse Anästhesie. Die Narkosemittel werden dabei über die Vene verabreicht.
Während Dr. Michaela Kos und das Praxis-Team dann operieren, überwacht das Anästhesie-Team fortlaufend die Narkose und die Vitalwerte. „Unsere Aufgabe ist es, die Patientinnen und Patienten schmerzfrei und stabil durch den Eingriff zu begleiten“, sagt der Anästhesist Dr. Marc Caspary. Moderne Medikamente wie Propofol und Remifentanil ermöglichen dabei eine gut steuerbare Narkose, aus der die Patient:innen nach dem Eingriff zügig wieder aufwachen.
Die Operation selbst dauert meist etwa 45 bis 60 Minuten. Nach der OP werden die Patient:innen aus dem OP-Raum in den Aufwachbereich geschoben, in dem wir sie weiter überwachen. Wenn sie ausreichend wach und stabil sind, begleiten wir die Patientinnen und Patienten schließlich zurück in die Praxis.
Wichtig ist: Nach einer Vollnarkose dürfen sie nicht selbst Auto fahren und die Praxis nicht allein verlassen. „Wir lassen niemanden nach einer Narkose allein aus der Praxis gehen. Patientinnen und Patienten müssen von Angehörigen oder einer Begleitperson direkt bei uns abgeholt werden“, sagt Praxisinhaberin Dr. Michaela Kos. Auch deshalb werden OP-Termine in der Praxis persönlich vorbereitet, wobei die Patient:innen alle wichtigen Unterlagen und Informationen für den Eingriff erhalten.
Für die Praxis ist die neue Zusammenarbeit ein eingespielter Baustein im ambulanten OP-Alltag: klare Abläufe, persönliche Vorbereitung und eine verlässliche Begleitung vom Vorgespräch bis zum Aufwachen.
